Unternehmensverkauf oder Anteile optimal verkaufen – die professionelle Vorbereitung zählt!
Heute: Strategie und Geschäftsmodell schärfer konturieren.

Wie in unserem letzten Blogartikel angekündigt, wollen wir uns in dieser Artikelserie mit der professionellen Vorbereitung eines Unternehmensverkaufs oder Anteilsverkaufs beschäftigen.

Wir beginnen mit dem Vorbereitungsprozess dort wo man, zumindest unserer Meinung nach, immer beginnen sollte – bei der Schärfung der strategischen Positionierung und des Geschäftsmodells.

In der Praxis ist es ja häufig so, dass man sich auf eine Strategie festlegt, diese ausformuliert, festschreibt und auch die operative Umsetzung durchplant. Durch Veränderungen im Markt, Wettbewerb, Technologien, neue Geschäftschancen, etc. erodiert das ursprüngliche strategische Konzept immer mehr und der Gap zwischen Realität und ursprünglichem Konzept wird immer größer.

Das ist einem verantwortlichen Management in der Regel bewusst und man reagiert natürlich darauf, aber die strukturelle und durchdachte Aufarbeitung wird häufig aus Zeitgründen hintangestellt. Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen sich in ihrer Anfangsphase intensiv mit der Strategie und dem Geschäftsmodell auseinandersetzen, eventuell dieses noch einmal nachschärfen, aber das war’s dann – insbesondere wenn alles, oder das meiste, wunschgemäß läuft und man keinen unmittelbaren Anlass sieht, da alle Zeichen auf „grün“ stehen. Das Thema rückt erst dann wieder in den Fokus, wenn eine Unternehmenskrise ausbricht und alle Involvierten sich nolens volens auf das Strategiethema stürzen.

Unternehmenskrise ist ein negativer Anlassfall sich mit Strategie wieder auseinander zu setzen, ein Anteils- oder Unternehmensverkauf stellt ja in der Regel einen positiven dar, weil eine von Eigentümern und Management bewusst getroffene Entscheidung. Und ein zukünftiger Investor oder Käufer hat Anspruch darauf und wird es als wesentliche Entscheidungsgrundlage erwarten, dass das Unternehmen eine klare Strategie und einen klar ausformulierten nachvollziehbaren Business Case hat.

Um Missverständnisse zu vermeiden – es geht mir nicht darum vielleicht 1 bis 2 Jahre vor einem geplanten Verkauf die Strategie, die Positionierung oder das Geschäftsmodell zu verändern. Mein Zugang und Ziel einer solchen Aufgabenstellung ist, dieses zu schärfen, nicht zufriedenstellende Entwicklungen zu eliminieren, das Geschäftsmodell klar zu strukturieren und darzulegen, die gesamte kaufmännische Planung zu optimieren etc. Auf den Punkt gebracht – die aktuelle und zukünftige Ausrichtung des Unternehmens perfekt aufzubereiten.

Dabei helfen eine Reihe von praxisnahen Strategiemodellen – eine, die „Blue Ocean Strategie“, finden Sie auf unserer Website oder auf Blueoceanstrategy. Ein zweiter Ansatz ist der „Business Model Canvas”, das wir ebenfalls als tolles Werkzeug für praxisnahe Herangehensweisen empfinden und regelmäßig einsetzen. Last but not least, aus einem unserer früheren Artikel ein Überblick, was alles in einem vollständigen Strategiekonzept enthalten sein sollte.

Viel Arbeit, ja stimmt, aber für einen professionell vorbereiteten Verkauf und einen positiven ersten Eindruck beim zukünftigen Käufer oder Investor höchst empfehlenswert.

War der Artikel interessant für Sie? Ich freue mich auf Ihr Feedback – thomas.kolm@ttp-mbd.at. Bis zum nächsten Mal.