Unternehmen oder Anteile optimal verkaufen – die professionelle Vorbereitung zählt!
Heute: Der Faktor Mensch

Über die letzten Wochen haben wir uns in mehreren Beiträgen mit den unterschiedlichsten Aspekten der richtigen Vorbereitung eines Unternehmens- oder Anteilsverkaufs beschäftigt und dabei versucht, alle aus unserer Sicht wesentlichen Punkte anzusprechen.
Einen – vielleicht den wichtigsten Aspekt – möchten wir uns für den Schluss dieser Themenreihe aufheben: Der „Faktor“ Mensch.
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Ein Anteils- oder Unternehmensverkauf betrifft eine Reihe von Personen unmittelbar. Die Mitarbeiter des Unternehmens, die Gesellschafter, Partner des Unternehmens mit denen man vielleicht schon lange zusammenarbeitet und freundschaftliche Beziehungen unterhält, die persönlichen Dienstleister wie Banken, Rechtsanwälte, Steuerberater, Unternehmensberater und last but not least auch das private Umfeld.
Natürlich werden nicht alle gleich betroffen sein, aber es lohnt sich im Vorfeld schon darüber nachzudenken, ob es Sinn macht mit der einen oder anderen Personengruppe ein vertrauliches Vorabgespräch zu führen und diese über die Pläne zu informieren. Gerade enge Freunde mit denen man auf partnerschaftlicher Ebene zusammenarbeitet, werden sich ob des erwiesenen Vertrauens bedanken und können sich rechtszeitig auf die geänderte Situation einstellen.
Dass man sich auf der Gesellschafterebene über einen Verkauf einig ist, setzen wir mal voraus, wiewohl wir schon erlebt haben, dass es auch vorkommen kann, dass man einen Gesellschafter „vergisst“ mit einzubinden. Das mag gesellschaftsrechtlich natürlich möglich sein, ein feiner Zug ist es aber nicht.
Was uns ganz wesentlich erscheint ist, die Mitarbeiter und da insbesondere die wichtigsten Leistungsträger, auf eine derartige Transaktion vorzubereiten. Es ist schon klar, dass man die Verkaufsabsichten nicht am „schwarzen Brett“ deponieren wird, aber gerade in einer Transaktionsphase spielt es eine essentielle Rolle, dass die wichtigsten Mitarbeiter loyal zum Unternehmen stehen. Nicht einmal haben wir erlebt, dass sich Mitarbeiter einen Eigentümerwechsel oder einen neuen Anteilsinhaber nicht antun wollten und das Unternehmen verlassen. Mit mitunter deutlichen Auswirkungen auf den erzielbaren Kaufpreis. D.h. gerade in der Vorbereitung macht es Sinn, mit den Schlüsselleuten zu reden und sie unter Umständen, falls das noch nicht geschehen ist, mit einer Mitarbeiterbeteiligung oder Ähnlichem einzubinden bzw. im Gespräch abzutesten, wie sie persönlich mit einer derartigen Situation umgehen würden.
Last but not least – das private Umfeld. Wir arbeiten sehr viel mit Familienunternehmen. Da spielt ein Unternehmensverkauf auch stark in das private Umfeld hinein. Sei es, dass das Unternehmen schon lange in der Hand der Familie ist, sei es, dass Familienangehörige mitarbeiten oder eine jüngere Generation auf einen Einstieg „spitzt“. Gerade in diesem Umfeld ist es wichtig, rechtzeitig über die Pläne zu reden, um enttäuschte Hoffnungen oder schwerere Zerwürfnisse zu vermeiden.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit den sechs Beiträgen dieser Serie ein paar gute Tipps zur optimalen Vorbereitung vermitteln konnten. Und falls Sie eine professionelle Begleitung bei dieser Vorbereitung suchen – wir stehen Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung.
Das nächste Mal werden wir uns mit einem Thema beschäftigen, das in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Unternehmensverkauf steht – der Kaufpreisfindung und in weiterer Folge mit Themen der Unternehmensbewertung.
Danke für Ihre Zeit und wir freuen uns, wenn Sie das nächste Mal wieder dabei sind. Thomas.kolm@ttp-mbd.at